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  Mein Interview mit den Sportfreunden Rüde & Peter
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1)Seit wann seid ihr schon in Lindau? Wart ihr schon mal in Lindau? Habt ihr schon was davon sehen können oder wollt ihr euch morgen noch evtl. etwas von Lindau anschauen?

Rüdiger: Wir sind heute erst angekommen und werden morgen auch gleich wieder fahren. Also wir waren schon ein paar Mal hier, ich hab sogar schon mal das Boot benutzt auf die andere Seite rüber oder von der anderen Seite rüber? Von Konstanz hier rüber oder wart mal… Konstanz ist auf der anderen Seite, gell? Es war sehr schön, man kam sich vor wie auf einem kleinen Meer. Und heute schlafen wir in einem Zimmer mit Blick über den Bodensee, auch schön und außerdem hat Lindau irgendwie so etwas mittelalterliches.

Interview wird unterbrochen von Anajo, die den Raum betreten.
Nach einer längeren Begrüßung gehts weiter...


2) Wie sieht bei euch ein Touralltag/ Tourtag aus? Gibt es irgendwelche besonderen Rituale, CDs die ihr im Tourbus immer hört?

Peter: Ein Touralltag schaut so aus, eigentlich…also im optimalen Fall reisen wir mit eine Schlafbus.

Rüdiger: Stehen irgendwann auf.

Peter: Also wir kommen an und schlafen noch. Dann steigt man so, also manche früher manche später aus dem Bus raus , also sagen wir so gegen Mittag. Dann ist frühstückerei angesagt, dann schlechtgelauntes Rumhängen. Interviews womöglich, wenn welche ausgemacht sind, irgendwann kommt dann der Soundcheck und danach ist wieder rumhängen angesagt, wobei dann auch schon wieder ein bisschen besser gelaunt, weil man schon einige Kaffees getrunken hat und dann ist Abendessen angesagt. So zwischen 18 und 19 Uhr würd ich sagen. Dann wird irgendwann gespielt und nach dem spielen wird Bier getrunken, Freunde getroffen, tanzen, reden, freiern, in der Stadt weggehen.


3) Seid ihr dann vor jedem Konzert noch so richtig aufgeregt?

Rüdiger: Ja doch, schon.


4) Das lässt dann mit den Jahren, in denen man ja auch sicher viele Erfahrungen sammelt nicht nach?

Peter: Also ein bisschen, vielleicht diese Unsicherheit, die man am Anfang hat, aber Aufregung, freudige Aufregung ist immer noch da.

5) Hat einer von euch eine Macke, die die anderen wirklich stört?

Peter: Ja! (allgemeines lachen)

Rüdiger: Jeder hat natürlich so seine Macken, zum Beispiel der Flo. Da er meine Schuhe nicht mag, nimmt er sie mir immer weg und ich hab sie gerade auch wieder fünf Minuten gesucht. (A.d.R:. Rüdiger spielt gerne ohne Schuhe) Hab ich gesagt er ist ein Idiot…zu mir…hab ich nicht zu ihm gesagt, trau ich mich nicht. Der ist so stark, die Sau! (lacht)
Klar geht man sich ab und zu auf den Sack, aber das ist dann auch immer mehr Lustig als Böse gemeint…


6) Hat der Rüdiger eine Macke?


Peter: Ne, der Rüde hat noch nie genervt! Er vergisst nur immer alles, teile von Liedern, Socken, seinen Namen, Tourdaten… einfach durch die Bank alles. Aber er lebt im Hier und Jetzt und ist ein ganz ein Lieber. Zwar weiß er meistens nicht was das Hier und Jetzt ist- aber okay. Eigentlich ist er ein Lebenskünstler.


7) Die erste LP die ihr euch gekauft habt? War’s auf CD oder Vinyl?

Rüdiger: Eine Vinyl Maxi von Limal, das war der Soundtrack zur Unendlichen Geschichte.

Peter: Das war eine Vinyl LP von Kim Wild oder Mick Jagger.


8) Habt oder hattet ihr irgendwelche Vorbilder die euch auf eurer
musikalischen Laufbahn begleitet haben?

Rüdiger: Ja bei mir waren es so diese… ich bin halt zum Musikmachen gekommen durch Bands wie die Ramones, Sex Pistols, the Who. Wegen denen hab ich Bass spielen angefangen letztendlich. Das war glaub weil ich den Schlagzeuger so super fand, mir nur kein Schlagzeug leisten konnte.
Peter: Ich hab eigentlich so durch mein Bruder angefangen zu musizieren und dann haben wir in Schülerbands Musik gemacht, mit so ellenlangen Liedern bei denen immer einer ein Solo gespielt hat. Es gab auch immer Bands, die man toll fand und die ein irgendwie inspiriert haben.

9) Hast du dann in den Bands schon gesungen oder Gitarre gespielt? Oder beides?

Peter: Ne, da war ich Schlagzeuger.


10) Was war das für ein Gefühl, als ihr eure erste EP –Macht doch was ihr wollt, ich geh’ jetzt- im Plattenladen gesehen habt? Und dann vier Jahre später euer erstes Album „So wie einst Real Madrid“ ? Habt ihr euch da schon vorstellen können so erfolgreich zu werden?

Peter: Ne natürlich nicht, aber die EP gab’s ja gar nicht im Plattenlanden ist ja nur so selber gemacht und dann mit dem Marc (dem vierten Mann und Manager)auf Konzerten verkauft, aber so ne kleine CD mit eigenen Liedern… doch war schon super. Und dann als es wirklich los ging, wo „So wie einst Real Madrid“ dann in Plattenladen gekommen ist man dann doch schauen gegangen, man hatte sein eigenes kleines Fach und das war dann schon toll.

Rüdiger: Wir haben die Platten ja immer in Spanien aufgenommen und einfach, dass wir drei Monate in Spanien verbringen können und uns drinnen im Studio wichtig machen, sich auf irgendwelchen schweren Ledersesseln, Rollledersesseln rumdrehen, Biertrinken, am Mischpult hängen wie der Produzent ist schon auch immer ein lustiges Gefühl. Jede Etappe, fand ich, war super und auch spannend, weil man eben auch immer darauf gehofft hat, dass der nächste Wunsch, die nächste Vorstellung in Erfüllung geht. Da gehört so jede kleine Etappe, wie das erste CD-Fach im Plattenladen, die erste kleine Tour einfach dazu.

11) Welches eurer Alben hat euch bis jetzt am meisten bedeutet und mit dem ein Wunsch für euch in Erfüllung gegangen ist?

Peter: Das kann man jetzt gar nicht sagen, die erste Platte ist natürlich was besonderes, da da die Lieder der ersten drei Jahren halt drauf sind. Das ist was anderes, als wenn man die zweite Platte dann machen muss und wieder bei null anfängt. Zwei Jahren haben wir dann nur an Liedern für die Zweite Platte geschrieben und das war dann schon ein wenig schwierig. Aber so geht es dann immer weiter, mit jeder Platte und am Ende ist man dann einfach froh dass man es geschafft hat und wir waren auch eigentlich immer zufrieden mit den Platten, also im nachhinein hat man immer ein paar Lieder wo man sagt, dass man sie lieber nicht drauf getan hätte, aber wir sind mit jeder Platte zufrieden. Die Letzte war irgendwie was anderes weil sie so zwischendurch entstanden ist, auf die Schnelle, hat aber auch total Spass gemacht.
Rüdiger: War einfach was total anderes, weil man eben auch ein Thema hatte.

12) Seit ihr dann jetzt schon wieder am Songs fürs neue Album schreiben?

Peter: Ja genau.

Rüdiger: Das hier ist jetzt auch eine Ausnahme, dass wir hier spielen. Wir spielen jetzt noch drei oder vier Konzerte im Dezember. Und eigentlich sind wir im Proberaum und spielen und basteln an neuen Liedern.

Peter: Kommt irgendwann nächsten Sommer dann raus. Dann auch wieder mit richtiger Tour, da wir zur letzten Platte ja nicht wirklich eine gemacht haben.

Rüdiger: Nur so’ n bisschen komischer Schmarrn (lacht) Wie auf der Fanmeile spielen und so…

13) Konzert oder Studio?

Rüdiger: Ja, dass eine ohne das andere ist immer scheiße. Aber am Ende der Tour freust du dich auf’ s Studio zurück und im Studio will man wieder auf Tour. Also man braucht auch beides. Man kann nicht ohne das ein oder andere.

14) Spielt ihr dann lieber in großen Hallen, wie das Olympiastadion oder kleine Clubkonzerte?

Peter: Das kann man auch überhaupt nicht sagen. Toll ist, wenn man die Wahl hat. Und da sind wir schon froh drüber, dass wir’s uns aussuchen können.

15) Was gefällt euch an eurem Beruf am besten?

Peter: Das wir nie früh aufstehen müssen.

Rüdiger: Es gibt keine 40- Stunden- Woche. Es gibt viele schöne Seiten, also abwechslungsreich. Es gibt Blöcke, die schön überschaubar sind, wie Probeblöcke, Tourblöcke, dann einen Urlaubsblock und so. Wir haben meisten mit supernetten Leuten zu tun und ich könnt mir auch nicht vorstellen, glücklich zu werden in einem normalen Beruf. Ich lieb das außergewöhnliche an diesem Beruf.

Peter: Es gibt keinen faden Alltag, man kann „ausbrechen“ aus dem Alltag und ja, das ist schon recht schön. Der große Nachteil dafür ist, dass man halt keine eigene Persönlichkeit mehr hat sondern ein drittel von’ nem Dreierhaufen ist. Und die kriegt man halt nicht mehr los.



16) Stört es euch, wenn ihr beim Einkaufen oder privat auf irgendwelchen Konzerten von Fans angesprochen werdet?

Peter: Manchmal schon, weil man sich das Konzert dann nicht mehr ansehen kann, weil man eben am labern ist. Das passiert halt manchmal, aber im Grunde ist es auch meistens nett. Man kommt halt immer mit irgendwelchen Leuten in’ s Gespräch. Ist schon was schönes, nur manchmal nervt’ s.

17) Zu eurer Schulzeit: Habt ihr mal so einen richtigen „Bockmist“ gebaut?

Rüdiger: Ja… ich hab geparkt. Ich war auf’m Gymnasium, fünfte Klasse und da hab ich meinen Eltern ein halbes Jahr lang immer nur die guten Noten erzählt. Beim Zwischenzeugnis hat mein Klassenlehrer dann mal daheim angerufen und dann war die Stimmung diesbezüglich auch recht am Boden. Ja ich hab mich um wichtigeres gekümmert. Mich in Einkaufswägen reinsetzen und mit meinem Kumpel im Parkhaus die Einfahrt runter fahren. Das war super. Ja, da gab’s einige Sachen…

Peter: Ich war ein Musterschüler.

18) Ein Schulfach, welches euch überhaupt nicht interessiert hat?

Rüdiger: Mathematik….

Peter: Ja, ich war auch sehr gut in allen Fächern… hab mich auch für alles interessiert.

19) Was habt ihr gegen langweilige Schulstunden unternommen?

Rüdiger: Boah, in der Schule bin ich oft so müde geworden. Aber da gibt’s nichts… da muss man durch. Augen zu und durch. Ich hab in der Schule auch nie verstanden, warum die Leute immer sagen, genieß die Schulzeit. Also es ist danach, glaub ich echt ziemlich besser.

Peter: Schulzeit war für mich immer Freundetreffen und da ich ja sowieso überall gut war, musste ich auch nichts lernen und hatte sehr viel Freizeit. lacht

20) Gab es schon Aktionen von Fans, bei denen ihr gedacht habt „Leute- ihr spinnt!“ ?

Rüdiger: Ja verschiedenste nette Geschenke haben wir schon bekommen, wie sämtliche verschiedenstartige Gebäcke oder auch Gedichte. Eigentlich immer total nett.

Peter: Wir hatten ein Festival, da flog ein Bier auf die Bühne und traf genau Flo’ s Keabord und dann haben wir den Fehler gemacht zu sagen: „Hey ihr Schweine, ihr habt unser Keabord kaputt gemacht, jetzt zahlt’ s ihr das auch bitte!“

Rüdiger: Aus Spaß natürlich!!

Peter: Und dann gab’s so’ n richtiger Münzregen auf der Bühne, war schon lustig.

21) Euer Konzert hier in Lindau war innerhalb zwei Tagen restlos ausverkauft. Wie kommt es, dass ihr gerade in Lindau spielt?

Peter: Also wir haben in letzter Zeit immer wieder so kleine Konzerte gespielt und morgen sind wir in Österreich, gestern waren wir in Stuttgart und so Lindau, Club Vaudeville war schon lange geplant, hat bis jetzt aber nie reingepasst und ja, jetzt hat’s endlich reingepasst. Und ja wir freuen uns auch, dass Anajo dabei sind.

22)Was wünscht ihr euch für eure Zukunft.

Peter: Ich hoffe, dass wir noch, sagen wir 30 Jahre weiter als Band zusammenspielen und alles weiter so läuft wie bisher, Weltfrieden, Naturschutz, dass man auf’ s Klima mehr Rücksicht gibt, Abschaffung der Autos…

Rüdiger: Dass die Menschen netter zueinander sind.

Peter: Bessere Schulen, bessere Fächer… all so was.




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